NFL Week 1 2021 Preview: New Orleans Saints vs Green Bay Packers

WEEK 1 2021: New Orleans Saints vs. Green Bay Packers


Es ist endlich soweit. 7 lange Monate mussten die Fans des ledrigen Ei darauf warten bis die Saison 2021 nun offiziell beginnen kann. Für die Fans der New Orleans Saints waren diese 7 Monate alles andere als leicht. Nach 15 Jahren ist die Quarterback Position zum ersten Mal nicht direkt geklärt, Eiszeit zwischen Michael Thomas und dem Front Office, Spieler wurden verhaftet... Und dann wäre da ja noch die Sache mit dem Cap Space. 7 Monate später haben sich all diese Fragen zumindest größtenteils geklärt - und das auch noch relativ positiv. Daher kann man in die Saison 2021 doch optimistisch starten... Oder? 

Diese Frage wird sich erst in den kommenden Wochen und Monaten wirklich zeigen. Allerdings kann man jetzt schon eines sagen. Eine neue Era wird heuer beginnen. Und diese Era startet gleich mit einem Kracher gegen die Green Bay Packers. Apropos Beginn einer neuen Era...

Alles was man vor dem Spieltag wissen muss

Das Spiel findet kommenden Sonntag (12. September) um 22:25 Mitteleuropäische Zeit beziehungsweise 16:25 Ortszeit statt. Am Papier spielen die New Orleans Saints Zuhause aus - jedoch nur am Papier. Nach dem verheerenden Hurrikan "Ida" ist die Infrastruktur noch so massiv beschädigt und eingeschränkt, dass die Austragung eines Footballspiel nicht in Frage kommt. Die letzten Tage und Wochen trainierten die Saints in der Facility der Dallas Cowboys in Arlington, Texas. Für den Saisonstart spielen die weichen die Saints nach Jacksonville aus, wo sie im Stadion der Jaguars auf die Packers treffen werden. Der Standort wurde mit Bedacht gewählt. Zwar war schnell klar, dass das Spiel in Florida stattfinden wird, jedoch hat die Entscheidung auf Jacksonville viele überrascht. Das sind die Hintergedanken daran. 

Florida (Miami, Tampa und Jacksonville) hat insgesamt 17 Mal einen Superbowl ausgetragen. Jedoch nur einen in Jacksonville. Der Grund dafür ist die fehlende Infrastruktur. Das ganze ging sogar soweit, dass die Saints jemanden beauftragten zu überprüfen, welche Reisedestination für Fans aus Green Bay am kostspieligsten ausfallen. Zusätzlich hat Packers QB Aaron Rodgers nicht zwingend die besten Erinnerungen an Jacksonville. Auch wenn diese Aspekte nur wenig Einfluss aufs Spiel haben wird zeigt es deutlich, dass die Saints alles erdenkliche versuchen um einen Vorteil generieren zu können. 

Injury Report

Green Bay Packers:

Spieler

Position

Verletzung

Mi

Do

Fr

Spielstatus

Tyler LANCASTER

DL

Rücken

LP

LP

LP

Fraglich

Vernon SCOTT

S

Oberschenkel

DNP

DNP

DNP

Out

Za’Darius SMITH

LB

Rücken

LP

LP

DNP

Fraglich

Marcedes LEWIS

TE

NIR*

(-)

DNP

FP

(-)

Preston SMITH

LB

Kopf

(-)

DNP

FP

(-)

 *NIR = Not Injury related

New Orleans Saints:

Spieler

Position

Verletzung

Mi

Do

Fr

Spielstatus

Ken CRAWLEY

CB

Oberschenkel

DNP

DNP

DNP 

Out

Marshon LATTIMORE

CB

Knie

(-)

LP

FP 

Fraglich

Tre’Quan SMITH

LB

Rücken

LP

LP

DNP 

Out

Terron ARMSTEAD

T

Rücken

(-)

(-)

DNP

(-)

James HURST

T

Knie

(-)

(-)

DNP

Fraglich

  • Trainingsstatus:
    • LP = Hat limitiert trainiert
    • FP = Hat voll trainiert
    • DNP = Hat nicht trainiert
Ursprünglich gab es keine Zweifel daran, dass CB Marshon Lattimore am Sonntag gegen die Packers am Feld stehen kann, jedoch wurde er am Samstag auf fraglich 'downgetradet'. CB Ken Crawley und WR Tre'Quan Smith landen beide auf der Injury Reserved Liste und sind für die ersten drei Spieltage nicht Einsatzbereit. 

Der Gegner - Green Bay Packers 

Die Green Bay Packers hatten alles in allem eine sehr gute Saison, welche mit einer äußerst bitteren Niederlage gegen den späteren Superbowl Sieger Tampa Bay Buccaneers im NFC Championship Game. Und auch ähnlich wie bei den Saints stellte sich eine Quarterback-Frage. Aaron Rodgers war mit dem Front Office sehr unzufrieden und scheute auch nicht davor zurück, seinen Frust kundzutun. Am Ende des Tages haben sie sich einigen können. Ob es der 'Last Dance' sein wird bleibt abzuwarten. Fakt ist jedoch, dass Aaron Rodgers nach der Saison den Verein verlassen darf. Der MVP wird jedoch nichts unversucht lassen auch heuer wieder die Vince Lombardi Trophäe nach Wisconsin zu bringen. 
Das Herzstück der Packers ist ihre Offense. Neben Aaron Rodgers war es vor allem WR Davante Adams sowie RB Aaron Jones, die das magische Trio der Offense vervollständigen. Vollendet wird das durch ihre sehr gut eingespielte Offensive Line. Mit OT David Bakhtiari auf der PUP-List (Physically Unable to Perform) fehlt jedoch ein wesentlicher Bestandteil der starken O-Line. Zusätzlich trennten sich die Packers von C Corey Linsley. Die Defense hat so ihre Licht und Schattenseiten. Einerseits ist da die gute Secondary rund um Star-Cornerback Jaire Alexander. Dazu ein gutes Safety-Duo mit Adrian Amos und Darnell Savage. Dafür war man gegen das Laufspieler eher anfälliger und hatte so ihre Probleme. 

Die Stärken

Die Offense rund um HC Matt Lafleur versteht es das Spiel zu diktieren und durch ein sehr effektives Kurzpassspiel gepaart mit RPO's (Run-Pass-Options). Dadurch lässt sich nicht nur die Zeit kontrollieren, es verhindert zusätzlich Druck auf Aaron Rodgers zu generieren. Das zeigt auch die Statistik. Im Schnitt wurde er nur 1.4x pro Spiel gesackt letztes Jahr, was Ligaweit Platz 3 war. Anders als die Saints, welche unter Ex QB Drew Brees fast ausschließlich auf ein Kurzpassspiel zurückgriff, verstand es Lafleur und die Offense auch das Feld vertikal anzugreifen. Dort waren es dann auch des öfteren Receiver wie Allen Lazard oder auch Marquez Valdes-Scantling, welche die altbekannten 'tiefen Bomben' gefangen haben. Hinzukommt, dass Aaron Rodgers und die Offense nur selten den Ball abgeben. 

Die Schwächen

Man muss genau beobachten um einzelne Schwachstellen herausfinden zu können. Was man jedoch sagen kann ist, dass wenn die Green Bay Packers in einer guten Tagesverfassung sind, sie nur sehr schwer zu stoppen sind. Sie können aus der Offense heraus sehr sehr gut das Spiel kontrollieren. Schafft man dies zu unterbinden jedoch merkt man rasch einen Momentumwechsel. Das hat zur Folge, dass sie nicht mehr in den selben Rhythmus finden und auch anfälliger werden für Fehler. Wenn es die hinzu die gegnerische Offense schafft, das Laufspiel zu etablieren tendieren die Packers sehr dazu in der Verteidigung deutlich nachzulassen. 


Die New Orleans Saints

Auch wenn viele meinen, dass es eine neue Era sein wird, heißt das auch nicht zwingend, dass es sich um eine komplett neue Mannschaft vor allem in der Offense sein wird. Sean Payton wird versuchen, dass erfolgreiche Kurzpassspiel aus der Brees-Era fortzuführen. Dass QB Jameis Winston dies nicht zu 100% umsetzen kann und muss ist natürlich bekannt. Aber Winston bringt auch neue Sachen mit sich, die vor allem in den letzten Jahren von Drew Brees untergingen - Vertikaler Angriff. Auch wenn das Gamescript gleich aussehen wird hat man eine zusätzliche Komponente um die gegnerische Defense das Leben schwer zu machen. Mit der Verletzung von WR Tre'Quan Smith wird es interessant zu sehen sein, wer die #1 Rolle des Deep-Threats übernehmen wird. Es ist zu erwarten, dass trotz einer guten Verteilung der Pässe auf die Receiver, WR Marquez Callaway die meisten Targets sehen wird. Dahinter ist nun alles offen. WR Deonte Harris könnte durchaus vermehrt für tiefere Plays gesucht werden, genauso wie QB/TE Taysom Hill, den man wohl überall am Feld sehen wird. Zu Taysom Hill stellt sich nun die Frage, ob das konzentrierte Training auf der QB-Position Einfluss auf seine anderen Rollen haben kann. Fakt ist aber, dass seine Stärken durchaus gebraucht werden. Auch wird man wohl erwarten können, ihn einige Plays als QB spielen zu sehen. Würde es einem Saints Fan überraschen gleich als erste Play Hill als QB zu sehen? Wohl wenige bei dem breiten Repertoire von Sean Payton's Ideen. 

Was kann man sich von der Offense erwarten?

Vorweg muss man natürlich sagen, dass ich hier kein Insider-Wissen habe. Weder hab ich die Telefonnummer von Sean Payton noch denke ich, dass er abheben würde. Man kann aber versuchen einzelne Fakten sich zusammen zu reimen. 
Die Offense wird und muss versuchen den Ball so gut es geht zu kontrollieren. Man darf nicht den Packers die Kontrolle des Spiels geben. Normalerweise sind solche Spiele zu Beginn der Saison geprägt von Abtasten und schauen was der Gegner so macht. Sean Payton könnte eventuell dazu tendieren, eine aggressivere Spielweise zu suchen. Jetzt steht diese aber im Widerspruch mit Spiel kontrollieren... Oder? Nicht ganz. Sie werden versuchen schnell in den Rhythmus zu kommen. Dass heißt viele Completions, Ball für positive Gin laufen. (Mit positive Gain spricht meint man einen avg. von circa 4-5 Yards per Carry) Dadurch eröffnen sich neue Möglichkeiten aus diese man dann versuchen wird Kapital zu schlagen. Und das wird der Unterschied zu Drew Brees Zeit sein. Brees hat es geschafft, diese Kontrollierte Spielweise ein ganzes Spiel lang durchzuziehen. Winston wird in diesen Situationen auch tiefere Plays versuchen. Wenn diese funktionieren setzt man die Packers in eine schwierige Situation. 

Was kann man sich von der Defense erwarten?

Auf Seiten der Defense hängt vieles davon ab, ob und wie gut Marshon Lattimore spielen kann. Sah am Freitag noch alles danach aus, als könnte er ohne Probleme Spielen muss sich seine Verletzung allen Anschein nach von Freitag auf Samstag verschlechtert haben. Mit Ken Crawley auf IR könnten damit beide Starting Corners ausfallen. Vor allem Lattimore, der fast ausschließlich gegen Star Receiver Davante Adams spielen müsste, wäre ein extrem bitterer Verlust für die Saints. Würden beide Ausfallen, wären die Starting Cornerbacks wohl Desmond Trufant und Paulson Adebo/P.J. Williams. Eine eher undankbare Aufgabe. Unsere Front7 (Defensive Line + Linebacker) sollten es schaffen den Lauf halbwegs zu stoppen. Viel wichtiger wird es sein, dass unsere Edge Rusher Aaron Rodgers gut Containen können, d.h. ihn in der Pocket halten und nicht zulassen, ihn nach außen scramblen lassen um mehr Zeit gewinnen zu können. Zusätzlich muss Druck von der Interior kommen, gepaart mit Hilfe von Linebackern. Es wird interessant zu Beobachten sein, wieviel Druck die Saints in 3rd Down Situationen auf Aaron Rodgers bringen werden. 

Players to watch

Offense:

  • Jameis Winston:
    • Wie wohl fühlt er sich?
    • Kann er das Spiel kontrollieren?
    • Wieviel Risiko traut er sich zu?
  • Callaway:
    • Kann er die Rolle des Target Leaders übernehmen?
    • Wie kommt er gegen Jaire Alexander zurecht?
  • Tony Jones Jr.:
    • Schafft er es mit Alvin Kamara eine Dynamik aufzubauen? 

Defense:

  • Marcus Davenport:
    • Wieviel Druck kann er von außen generieren?
    • Kann er in die Fußstapfen von Trey Hendrickson treten?
  • Linebacker-Core:
    • Wer wird Davis #1 Unterstützung sein?
    • Wie fit ist Kwon Alexander wirklich?
    • Druck auf Aaron Rodgers? Zach Baun als Lösung?
  • Cornerback-Core:
    • Was passiert, wenn Lattimore ausfällt?
    • Wie viel trauen sich die Cornerbacks zu? Aggressive Spielweise?
    • Ist Adebo schon ready?


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