Payton Turner - Ein Fluch oder Segen?

 Payton Turner - Ein Fluch oder Segen

UNSERE EINSCHÄTZUNG ZU TURNER

Auf den ersten Blick waren wir wahrscheinlich alle Überrascht. Es ist im ersten Augenblick immer kein tolles Gefühl, wenn du die ganze Nacht wach bist, um auf den Pick deines Teams zu warten und dann einen Namen zu hören, den du vorher noch nicht gehört hast, von einer Position, die vielleicht unser 3. oder 4. Need ist.

Man muss sich Payton Turner, Defensive End aus Houston, jedoch etwas genauer anschauen, um den Pick unseres Front Offices verstehen zu können.


Wieso sind wir mit einem Pass Rusher gegangen?

Ich gehe stark davon aus, dass Sean Payton und Mickey Loomis auch für die nächste Saison einen extrem starken Pass Rush aufstellen wollen. Wir haben mit Trey Hendrickson unseren Motor des Pass Rushes neben Cam Jordan in der Free Agency verloren. Und um die letztjährige Stärke im Pass Rush wieder aufzubauen, versucht man dieses Need so früh wie möglich zu füllen. Einzig und alleine bleibt für mich fraglich, wieso wir am gleichen Tag noch die 5th-Year-Option für DE Marcus Davenport ziehen. Aber wer weiß, wie Turner genau eingesetzt wird? Nichtsdestotrotz stehen die New Orleans Saints vor dem 2. Draft Day 2021 mit 7 Defensive Ends und nur 4 Cornerbacks da. Die Orientierung für den zweiten Tag sollte damit eindeutig sein.

Wieso genau Payton Turner?

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Viele dürften sich nach dem Pick gefragt haben, wieso wir keinen anderen, höher angesiedelten Pass Rusher gedraftet haben. Man muss bedenken, dass Teams nicht einfach zufällig irgendeinen Spieler vor einem anderen Spieler draften. Turner war auf unserer Liste nur der 6.-beste Pass Rusher. Das bedeutet, unser Front Office hat etwas in Turner gesehen, was sie weder in Gregory Rousseau, noch in Jayson Oweh, als auch nicht in Christian Barmore gesehen haben. Man weiß was man macht. Zu Turner selbst: Noch am Draft Day vor der ersten Runde hatte NFL Insider Adam Schefter getweetet, dass Payton Turner zu den Prospects gehört, die noch in der ersten Runde gehen könnten. Er hatte absolut Recht. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich Turner nirgendwo in der Nähe der ersten Runde gehen sehen. Turner verfügt über einige spannende Körpereigenschaften. Er ist mit 198 cm sehr groß und besitzt mit 122 kg auch ein solides Gewicht für einen Defensive End. In den ersten drei Saisons auf dem College in Houston, konnte er nicht wirklich überzeugen. Er hatte in dieser Zeit nur 4.5 Sacks, was deutlich zu wenig ist. Was aber viele Scouts überzeugt haben wird, ist seine Saison 2020. Er spielte 2020 zwar nur fünf Spiele, in diesen konnte er aber auf ganzer Linie überzeugen. Er erzielte 5 Sacks, 10.5 TFLs und 1 FF. Man stelle sich vor, er hätte eine gesamte College Saison mit ca. 13 Spielen gespielt. Ebenfalls anzumerken ist seine Fähigkeit Pässe zu verteidigen. Dank seiner Körpergröße und seinen langen Armen, konnte er in seiner gesamte College Zeit 9 Pässe verteidigen und sogar einen abfangen. Seine Spielweise ist für einen Pass Rusher sehr interessant. Turner ist mehr ein Power Rusher, als ein Speed Rusher, der aber trotzdem seine vier bis fünf Sekunden braucht, bis er beim Quarterback angelangt ist. Sobald er aber da ist, gibt er sich auch keine Blöße, lässt sich nicht vom Ballcarrier austanzen und zieht ihn ohne Probleme herunter. Damit ist Turner gerade in den Situationen gut, in denen die Pass Coverage gut funktioniert. Zusätzlich verfügt er über eine gewisse Geschwindigkeit.


Was können wir uns nun für den zweiten Draft Day erwarten?

Zunächst die gute Nachricht. Die New Orleans Saints picken mit #60, #99 und #106 gleich dreimal in den Runden 2 und 3. Der Fokus sollte hier nun klar auf der Cornerback-Position liegen. Da die Saints gegen den Linebacker Jeremiah Owusu-Koramoah entschieden haben, liegt der Verdacht nahe, dass sie mit einem anderen Linebacker liebäugeln - Jemand der vermutlich um Runde 3 noch zu haben sein sollte. Viel wichtiger wird jetzt aber die Rolle des Cornerbacks, die wohl wichtigste Position für die Saints zum füllen. Bis zu Beginn des Drafts gab es wilde Gerüchte um ein mögliches Hochtragen - Sogar in die Top10. Daraus wurde dann doch nichts und man musste miterleben wie zuerst Caleb Farley und dann noch Greg Newsome II. vor der Nase weggeschnappt wurde. Ob es ein realistisches Angebot wirklich gegeben hat weiß niemand genau. Was wir wissen ist, dass die Saints noch immer ohne Cornerback dastehen. Daher sollte der 2. Runden Pick für einen der übergebliebenen Cornerbacks gewidmet werden. Präferenzen? Tyson Campell aus Georgia hätte einerseits die Größe um gegen Wide Receivern wie Julio Jones oder Mike Evans anzutreten, andererseits zeugt er auch von solider Technik vor allem in Press-Coverage. Neben Jeremias Owusu-Koramoah sind auch einige andere namenhafte Stars nicht vom Board gegangen. Allen voran Safety Trevon Moehrig, Linebacker Nick Bolton, Offensive Tackle Teven Jenkins, Defensive Tackle Christian Barmore sowie die Wide Receiver Elijah Moore und Rondale Moore. Die Saints brillieren in der Regel ab Runde 2. Jetzt heißt es diese Stärken wieder auszuspielen. Gut möglich, dass der eine oder andere heute Nacht (2. Draft Day ab 01:00, 1. Mai 2021) bei den Saints landen wird. 


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